frozen fire

frozen fire lights the sky
flashing faces, amber smiles
hovering above the ground
as fruit ripe for the picking

nothing’s sacred on this night
but everything is holy
a regular rectangle
bluntly flooded with grey white

a washed-out cage sealed with glass
plastered with regulations,
best wishes for the faded
year, walking, haunting these halls

while hopes and resolutions
blossom into steam and smoke
far above, so thin it does
not even sting in the eye

frozen fire

it’s still bright outside

it’s still bright outside
and we’re still not leaving
we’re leaning on the earth
with one ear to the ground
and another to the Gleaming
scattered in circles
head to toe like crazy
mistaking light bulbs for fireflies
traffic noise for lullabies
all the while singing:
the horizon’s not dead
it’s only dreaming of
lights on a string and
our word’s got a certain ring to it
that carries as far as the morning

it’s still bright outside

„Ei, man muss schon gewissenhaft arbeiten, damit sich die Arbeit auch am Ende bezahlt macht, Herr.“ Der Arbeiter sah auf, als er einen weiteren Nagel in das Holz trieb. Ein anderer neben ihm war gerade dabei, ein grob gehauenes Stuhlbein zurechtzuschnitzen, das der erste wiederum später verarbeiten würde, so wie er es mit dem jetzigen tat. „Seht, es muss alles seine Ordnung haben.“ Er drehte den nun vollendeten Stuhl so, dass man ihn von allen Seiten betrachten konnte. Ein gutes Stück, ordentlich ausgeführt.

Das knochenbleiche Holz glänzte gierig in dem stumpfen Lampenlicht. Die Werkstatt war unregelmäßig behangen mit Öllampen, wild verteilt, wo sie der jeweilige Arbeiter gerade brauchte. „Ohne stabile Grundlage wird das nichts, sonst können wir uns den nächsten Schritt gleich sparen.“ Wie zur Bekräftigung schlug er mit den Knöcheln auf das Möbelstück. „Soll ja eine ganze Weile halten, meint ihr nicht?“ „Du,“ er zeigte auf einen der Gesellen, „bring den Überzug. Ist der Kleiderständer auch schon so weit?“, fragte er einen zweiten. „Dann können wir beide gleichzeitig fertigmachen.“ Kaum hatte er seinen Satz beendet, war der erste junge Mann bereits zurück. Er hatte sie gut gebildet, das merkte man. Mitgebracht hatte er einen großen Bogen Haut, den er auseinanderzufalten begann.

„Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, Herr. Die einen leimen nur, weil sie nicht möchten, dass die Köpfe der Nägel sichtbar sind. Wir aber machen beides; dass sie halten, ist uns hier wichtiger.“ Während der eine Geselle nun die entsprechenden Flächen dick mit dem Kleber einschmierte, spannte der andere die Haut straff erst um die Beine, dann um den Rest des Stuhls. Der Meister musste diese lediglich noch mit Eisennägeln befestigen, die er mit Kraft durch die sich um die Nägel herum zusammenziehende Haut klopfte. Dasselbe taten sie bei dem Kleiderständer, welcher danach majestätisch emporragte, ein wenig größer als der Meister selbst.

„Die Nagelköpfe bemalen wir danach mit Farbe, das fällt so gut wie nicht mehr auf. Glaubt’s mir nicht, was?“ Der Meister prustete. „Bursche, komm her. Hier, seht.“ Er strich vorsichtig über mehrere Stellen am Hals des Gesellen und hieß, es ihm gleichzutun. „Spürt’s nun? Hier ist es rau. Die Augen sehen’s nicht, die Hände aber wohl schon!“ Lachend klopfte er dem Jungen auf die knöcherne Schulter. „Weiter geht’s!“