Puddle

…da ging ich in die Hocke, griff bis zum Ellenbogen in die Pfütze und sperrte mich mit den Füßen gegen den weichen Erdboden,  damit ich besser ziehen konnte. Ich zog riss und spannte meine Muskeln fast bis zum Bersten, aber er bewegte sich kein Stück. Da  stütze ich mich mit dem linken Arm neben die Pfütze auf den Boden, rammte die Knie daneben in den Dreck und wagte einen neuen  Anlauf. Nach und nach schien sich mein Arm Millimeter um Millimeter nach oben zu bewegen und ich spürte, wie irgendetwas dort  unten riss, während ich zog. Irgendwann war ich endlich so weit, dass ich das Ding endlich an die Oberfläche gezogen hatte und der  Ruck, mit dem ich zurücktaumelte, als kein Widerstand mehr da war, fegte mich völlig von den Füßen. Nachdem ich mich aufgerappelt  hatte, besah ich den Mond etwas eingehender, wie er da in meiner Hand hing, während er sich langsam von Algen behängt hin und her  drehte. Ich atmete geräuschvoll aus, sah nach oben in den Himmel und stellte zufrieden fest, dass der Mond dort oben nicht mehr  leuchtete. Ich klopfte mir selber auf die Schulter, stopfte den armseligen Abklatsch eines zu groß geratenen Leuchtkäfers in meine  Hosentasche und machte mich auf den Weg nach Hause.

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