Glas II

Der Mann stieg aus dem Sarg und blinzelte, besah sie einen Augenblick später, nun mit älteren Augen.

“Du hast Recht, Königin, aber nur zum Teil. Nun erkenne ich es. Die Krone sehe ich, immer noch, wie sie dir das Haar plattdrückt, auch wenn du dir ihrer immer noch nicht gewahr bist”. Die Frau griff nach oben, bewegte die Finger von Seite zu Seite, griff durch die Krone hindurch, die ihr Haar plattdrückte. Jemand warf dem Mann zwei Münzen zu, die landeten, wo gerade noch sein Kopf gelegen war, nebeneinander, wie blitzende Augen. “Eine Königin bist du, nach wie vor, aber, wie es scheint, nicht meine”.

Er klopfte seine von der Reise staubige Kleidung ab. Da man Königinnen die Ehre erweisen muss, kniete er nieder und drückt sein Haupt auf die Straße, dass er sich die Stirn blutig schlug. Dass das Blut wieder floß, war ein gutes Zeichen. Er stand auf, verbeugte sich noch einmal leicht und ging davon. “Was ist mit dem Kästchen neben deinem Kopf und den Münzen?”, fragte sie.

“Für den Weg”, rief er ihr über die Schulter zu und war verschwunden.

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